Jörg Westphal

Drei Fragen an Jörg Westphal

Was hat es mit dem Firmennamen Hellmund auf sich?

Mein Urgroßvater Karl-August und mein Großvater Alfred hießen mit Nachnamen Hellmund. Sie führten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gemeinsam in Wernigerode ein Fotoatelier, fertigten Porträts an, verkauften Fotoapparate und Postkarten. Als wir nach einem Namen für unser Unternehmen suchten, gefiel uns die Parallele zwischen den Porträtaufnahmen, die meine Vorfahren von ihren Kunden anfertigten, und den Bildern, die wir uns von unseren Kandidaten machen. Es geht in beiden Berufen darum, die Persönlichkeit eines Menschen zu erfassen. Zudem ist es ein schönes Gefühl, in der kaufmännischen Tradition meiner Familie zu stehen und ähnliche Werte zu teilen – auch wenn unser Geschäft heute ein anderes ist.

Was macht Ihrer Meinung nach eine gute Führungspersönlichkeit aus?

Da merke ich, wie sich die Zeiten geändert haben! Im ersten Unternehmen, in dem ich arbeitete, lernte ich den Aufsichtsratsvorsitzenden kennen und war ein bisschen beeindruckt von seiner Souveränität und Präsenz. Heute finde ich andere Dinge viel wichtiger und frage bei meiner Suche nach Führungskräften: Sind das Menschen, die ihren Mitarbeitern Respekt entgegenbringen? Können sie wertschätzen, was andere machen? Passen Sprache und Handeln zueinander? Ist die Führungspersönlichkeit für ihre Mitarbeiter einschätzbar?

Als Personalberater treffen Sie viele unterschiedliche Menschen. Welche Begegnung fanden Sie besonders spannend?

Ich kann mich an ein Gespräch erinnern, das ich mit einem Kandidaten führte: Vor mir saß ein zurückhaltender, fast schüchterner Mann um die 40. Er trug einen dünnen Leinenanzug, obwohl es Winter war. Als er merkte, dass ich viel Zeit mitbrachte, mich für ihn interessierte, taute er auf. Ich spürte: Der brennt für diese Aufgabe, der will im Job und in seinem Leben etwas erreichen! Davon habe ich dann auch das Unternehmen überzeugen können. Der Mann wurde eingestellt und arbeitet übrigens noch heute dort. Diese Begegnung hat mir damals gezeigt, dass man nicht vom ersten Eindruck auf eine Person schließen sollte, dass man Geduld haben muss. Und: Man muss frei von Vorurteilen sein.

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